Olympia Vancouver 2010 – Die Bilanz (Teil 1)

Schöne Blogeinnahmen. Vielen Dank Sebastian B., 90% der Einnahmen gehen wie gewohnt an das Schweizer Bankkonto des Profianalytikers Ronald P.!

Lassen wir einmal diese Winterspiele etwas Revue passieren. Was haben wir nicht alles gejubelt, geweint, gezittert, geärgert und auch gelacht. Alles in allem waren es eigentlich eh schöne Spiele, darüber wird eh andauernd berichtet was ich eher langweilig finde. Ich konzentriere mich einmal auf die Kritikpunkte, denn es gab einfach auch einige Pannen und FLOPS. Man muss es ehrlich sagen, was Organisation aber auch Bewerbstechnisch (z.B. manch Streckengestaltung,..) betraf, war Vancouver… nicht Olympia-würdig. Es ist finde ich ein leichtes Millarden Euro Feuerwerke zu verschießen und für technische Spielereien zu verbraten um eine schöne Eröffnungs- und Schlusszeremonie abzuhalten. Doch worum geht es eigentlich bei Olympia? Um den Sport. Um den Wettkampf. Aber auch um Fairness. Und dafür wurde wohl eher wenig Geld ausgegeben. Prestige und Ansehen aus dem Ausland „oohhh, was für ein schönes Feuerwerk bei der Schlusszeremonie..“ waren wohl wichtiger.

Im Laufe dieser 16 Tage gab es so einige Flops, die Top10 sehen wir uns (aus österreichischer, naja eher aus meiner persönlichen Sicht 🙂 heute einmal genauer an:

DIE FLOP TEN

  • 10 – Der Bindungsstreit: Es ging um die Bindung des Schweizers Simon Ammann die offensichtlich ein paar heiße Millimeter verbogen ist und angeblich zu weiteren Sprüngen führen soll (der österreichische Skisprung-Verband wollte protestieren tat es zum Glück doch nicht). Wirklich peinlich! Das hat Österreich ja gar nicht notwendig. Naja, eigentlich schon, da wir offensichtlich beim Springen keine Chance haben, also wieso nicht auf diesem Wege?
  • 9 – Peinliche Auftritte: Mir fallen da persönlich vor allem 2 Dinge ein. Zum einen die französische Abfahrerin Marion Rolland die exakt 3 Sekunden (!!) nach dem Start stürzt. Einfach Mal auf Youtube suchen 😉 Zum anderen natürlich auch der TOP-Trainer Sven Kramers. Er schickte seinen Schützling der auf Goldkurs lag auf die falsche Bahn und wurde disqualifiziert. Falls jemand Eisschnelllauf betreibt und noch keinen Trainer hat, ich glaube der Mann ist gerade frei..
  • 8 – Streckengestaltung: Damit meine ich zum Beispiel die Strecke bei der Damen Abfahrt (die vorher genannte Dame ist aber aus anderen Gründen gestürzt) wo es etliche Stürze auch von Favoritinnen (Anja Pärson,..) gab und man wirklich von Glück reden konnte dass nichts schlimmeres passiert ist. Wohingegen man bei der Rodelbahn leider nicht mehr so viel Glück hatte… Wir alle erinnern uns an den tragischen Sturz des Georgiers Nodar Kumaritaschwili noch kurz vor der Eröffnung der Winterspiele. Das eigentlich (für mich) eigenartige ist dass die fürs Rodeln konzipierte Bahn auch fast originalgetreu für die Bobfahrer verwendet wurden. Die Bobs hatten einen unglaublichen Spielraum von wenigen Zentimetern in der Breite, also meiner Meinung nach viel zu schmal und völlig ungeeignet für die riesigen Bobs. Auch der 4er der Österreicher stürzte und kam Gott sei Dank mit dem Schrecken davon.
  • 7 – Wetter-Lotterie: Dafür kann Vancouver und die Veranstalter natürlich nichts. Da muss man schon etwas weiter zurückgehen, nämlich bei der Vergabe! Man hätte, nein, man HAT gewusst dass es in diesem Ort immer wieder zu massiven Wetter-Problemen kommen kann und letztendllich auch gekommen ist. Man hätte vielleicht wirklich Salzburg oder auch Pyeongchang eine Chance geben sollen. Tja nun hatten wir sicher gut ein Dutzend Bewerbe die nicht aufgrund von sportlichen Höchstleistungen sondern aufgrund besonders guter Wetterbedingungen gewonnen wurden. Unfair!
  • 6 – Blechplätze: Der Name ist Programm. Sagenhafte 9 Mal belegte Österreich den undankbarsten aller Plätze bei Wettkämpfen: Den 4.Platz! Mit den Russen sind wir zumindest da am absoluten Top-Platz!
  • 5 – Alpine ÖsterreichER: Absolutes Debakel. Da gibt’s nichts schön zu reden wie das immer alle tun. Wir waren schlicht und einfach besch i ss en. Da helfen keine „ah, wir waren doch eh soo knapp dran, wir waren ja EH 4.“. Wen zum Henker interessiert der Platz??? Spitzen-Leistung.. und auch wett-technisch eine Katstrophe (für mich)

Die Flop4 beziehen sich nun alle aufs Wetten da das natürlich das wichtigste in diesem Projekt war

  • 4 – Österreicher-Wetten: Wie gerade erwähnt, wett-technisch eine absolute Katastrophe. Es wird zwar noch im Laufe der nächsten Tage ausgewertet aber ich glaube dass die schlechte Leistung (mancher) Österreicher vor allem mich sehr sehr viel Geld gekostet hat.
  • 3 – Knappe Wetten: Wie ich auch schon während den täglichen Analysen geschrieben habe, wir waren sehr seeeehr oft sehr dicht dran. Unzählige zweite und vierte Plätze bei unseren gesetzten AthletInnen. Ich dürfte da wirklich etwas mehr Pech gehabt haben.
  • 2 – „Spezielle“ Athleten: Nicht nur die Österreicher, sondern auch spezielle Sportler aber auch Nationen haben unser Geld vernebelt als gäbs kein Morgen (und das als Top-Favoriten!). Südkorea war z.B. bei uns ganze 5 Mal auf der Rechung und kein einziges Mal gewonnen. Oder ein Ole Einar Björndalen war ca. 4 Mal bei uns gesetzt, aber mit ungefähr 70 Schießfehlern ist es halt nicht mehr so einfach zu gewinnen (in der Staffel hat er zwar, aber das zählt zu Norwegen). Auch über meine neue Lieblingsfahrerin Zettel war ich richtig begeistert wie gut sie doch den alpinen Skizirkus aufgeräumt hat. Absolut TOP!

Und natürlich als Flop Nr.1

  • 1 – KATASTROPHALE DUELL-NIEDERLAGE: Auch dem gibt’s nichts hinzuzufügen, ich habe einfach verloren… mit viel Pech, viel Schweiß und noch mehr Pech.

In der kommenden Wett-Analyse werden wir aber hoffentlich noch einige Kleinigkeiten aufdecken können, um zu sehen was eigentlich passiert ist, wie es letztendlich ausgegangen ist und warum Sebastian „Wieder-Olympia“ B. doch mit so großen Vorsprung gewonnen hat. Wir sind gespannt…

3 Gedanken zu „Olympia Vancouver 2010 – Die Bilanz (Teil 1)

  1. Also ich möchte mich an dieser Stelle auch bedanken, für die Top Analysen und noch Topper Grafiken 😉

    War sehr unterhaltsam. Weiter so.

    Der Sebastian B. mag zwar Mr. Olympia sein, jedoch diesmal Mr. Analyst 2010, was sicher auch was wert ist. (leider bringt dir das dein verlorenes Geld auch nicht zurück 😉 )

    Also,weiter so Burschen!

  2. Also ich möchte mich an dieser Stelle auch bedanken, für die Top Analysen und noch Topper Grafiken 😉

    War sehr unterhaltsam. Weiter so.

    Der Sebastian B. mag zwar Mr. Olympia sein, jedoch diesmal Mr. Analyst 2010, was sicher auch was wert ist. (leider bringt dir das dein verlorenes Geld auch nicht zurück 😉 )

    Also,weiter so Burschen!

  3. Vielen lieben Dank für diesen post, ohne dich hätte es nur halb bis keinen Spaß gemacht. Deine Analysen waren einfach Top und sehr wichtig für so ein „großes“ Projekt.

    Zu deinen Top 10 kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.

    Ich bin nun sehr gespannt mit wie viel Vorsprung ich gewonnen habe, weil ausgerechnet hab ich es mir nicht 🙂 dafür warst immer du zu ständig.

    Vielen Dank und bis zur Fußball WM 2010 würde ich sagen…

    Euer Sebastian B.

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